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So messen Sie, ob Schulungen am Arbeitsplatz wirklich etwas bringen

Erfahren Sie, wie Sie ein LMS nutzen können, um anhand verschiedener KPIs Hinweise zur Verbesserung Ihrer Schulungen zu erhalten.

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Unternehmen erstellen Schulungen aus verschiedenen Gründen. Vielleicht möchten sie, dass die Mitarbeitenden effizienter arbeiten, oder sie erhoffen sich finanzielle Vorteile davon. Oder die Personalabteilung verlangt eine Schulung, um gesetzliche Vorschriften zu erfüllen. Was der Grund auch sein mag, Führungskräfte haben immer das gleiche Ziel: Ergebnisse zu erzielen, die zeigen, dass sich die Fortbildungsinitiative gelohnt hat. 

Wie erkennen Sie jetzt aber, ob Schulungsprogramme ihr Ziel erreichen? Die Antwort ist einfach: Sie messen es. Unternehmen können mit fantastischen Ergebnissen rechnen, wenn sie sich ein hochwertiges Ziel setzen. Definieren Sie Lern- und Entwicklungskennzahlen, die belegen, ob Schulungen sich positiv aufs Geschäftsergebnis auswirken oder nicht. Sehen Sie sich dann diese Kennzahlen vor, während und nach der Durchführung der Schulung an. 

Zahlen lügen zwar nicht, aber sie können in die Irre führen. Deshalb ist es enorm wichtig, die relevanten Kennzahlen zu messen und sich nicht durch Kennzahlen ablenken zu lassen, die nichts zur Sache tun.

Zusammenfassung

  • Um sicherzustellen, dass eine Schulung ihre Aufgabe erfüllt, ist es wichtig zu messen, wie sie sich auf die Geschäftsergebnisse auswirkt.
  • Wählen Sie Kennzahlen, die die Schulungsziele und -ergebnisse mit den Geschäftszielen in Einklang bringen.
  • Je nach Ihren Geschäftsanforderungen können Sie die Wirkung von Schulungen durch Messung von Zeit- oder Geldeinsparungen, Umsatzsteigerungen oder Sorgfalts- und Qualitätsverbesserungen bestimmen. 

Definieren Sie die relevanten Kennzahlen (KPIs) 

Der erste Schritt, um den Schulungserfolg zu messen, besteht darin, die richtigen Kennzahlen (KPIs) auszuwählen. Es ist verlockend, Absolvierungsrekorde oder Quiz-Ergebnisse als Siege zu feiern. Diese Kennzahlen geben zwar gute Hinweise auf Erfolg oder Misserfolg, geben aber ein deutlich unvollständiges Bild ab.

Stellen wir uns zum Beispiel vor, Nina, eine Call-Center-Mitarbeiterin, absolviert einen Kundendienstkurs und erreicht beim Quiz 95 von 100 Punkten. Eine Woche später sieht sich Ninas Vorgesetzte Margo Ninas Kundenfeedbackdurchschnitt an. Margo ist schockiert, als sie feststellt, dass sich Ninas Kundenfeedbackdurchschnitt nicht verbessert, sondern sogar noch verschlechtert hat! 

Hier sieht man klar, dass die Messung von absolvierten Kursen und Quizergebnissen ein schlechtes Maß für die Wirkung des Kurses war. Ein besseres Maße wäre die Entwicklung des Kundenfeedbackdurchschnitts gewesen. Oder das Unternehmen könnte messen, wie oft Mitarbeitende Anrufe an Vorgesetzte eskalieren, und sich das Ziel setzen, diese Eskalationen um 15 Prozent zu reduzieren. Diese Kennzahlen geben ein klareres Bild davon, wie stark die Schulung das Verhalten der Mitarbeitenden beeinflusst hat. 

Im Folgenden wollen wir beleuchten, wie Sie Nutzen aus Ihren LMS-Daten ziehen. Und wir besprechen ein paar Beispiele für Kennzahlen, die sich bewährt haben.

Tools zur Messung der Schulungseffektivität

An obvious starting point for measurements is your learning management system (LMS). Use your LMS to check how learners perform, completion rates, and assessment results. Remember, these metrics should only be a clue in your overall measurement strategy—not an end result. 

Jedes LMS stellt Ihnen unterschiedliche Berichte zur Verfügung, aber in aller Regel erhalten Sie irgendwie Aufschluss darüber, wie sich die Lernenden schlagen. Aber was können Sie mit diesen Informationen anfangen? Sehen wir uns das einmal näher an.  

In Reach 360, dem reibungslosen LMS von Articulate, z. B. können Administratoren die Lernaktivität auf Einzel- oder Gruppenebene untersuchen. Nehmen wir einmal zwei LMS-Berichte und sehen uns an, was wir daraus ablesen können.

Aktivitätsberichte

Aktivitätsberichte geben Aufschluss über Absolvierungsquoten und darüber, wie lange Lernende durchschnittlich für den Kurs brauchen.

  • Diese Zahlen können Hinweise darauf geben, wie intensiv sich Teilnehmende mit den Inhalten auseinandergesetzt haben. Hasten sie durch den Kurs? Brechen viele an derselben Stelle ab? Was muss möglicherweise überarbeitet werden?
  • Auch die durchschnittlichen Punktzahlen beim Quiz können analysiert werden. Wenn eine Frage wiederholt falsch beantwortet wird, ist es vielleicht an der Zeit, sie umzuschreiben.

Berichte auf Gruppenebene

Auf der Gruppenebene können Sie die in einem Lernpfad oder mit dem gesamten Kurs verbrachten Stunden analysieren. 

  • Entsprechen die gemessenen Zeiten Ihren Erwartungen? 
  • Wenn stark unterschiedliche Zeiten gemessen werden, brauchen Sie vielleicht einen verzweigten Kurs oder die Möglichkeit, den Kurs durch einen Vortest (teilweise) zu überspringen? 
  • Überprüfen Sie den Gruppenstatus. Wer hat den Kurs besonders schnell gemeistert? Könnten Sie diese Überflieger als Mentoren für weniger Erfahrene einsetzen? 

Das sind nur einige Beispiele für Zahlen, die Ihnen ein LMS liefern kann und die über die reine Absolvierungsquote und die Quiz-Ergebnisse hinausgehen. Es geht also darum, über die Zahlen hinaus zu denken und nach der Bedeutung hinter ihnen zu suchen.

Bewährte Kennzahlen für die Messung der Kurseffektivität

Das obige Beispiel von Nina und Margo war nur eines von vielen Szenarien zur Messung der Kurseffektivität. Hier sind ein paar weitere.

Daten zur Arbeitsleistung

Eine weitere wichtige Informationsquelle ist das Tracking-System Ihres Unternehmens. Für das Vertriebsteam könnte das ein CRM-Tool (Customer Relationship Management) sein, das Leads auf dem Weg durch den Sales-Funnel verfolgt.

Eine Möglichkeit, die Nuancen der Mitarbeiterleistung besser zu verstehen, besteht darin, die Schulungsergebnisse mit der Arbeitsleistung zu vergleichen. Wenn Ihre Vertriebsmitarbeitenden zum Beispiel kürzlich eine Auffrischungsschulung für Verkaufsprozesse bekommen haben, haben die Personen, die im Kurs gut abgeschnitten haben, auch mehr Verkäufe abgeschlossen? Welche Schlussfolgerungen können Sie darüber ziehen, wie viel Ihre Schulung diesen Verkäufern geholfen hat?

Zeit- und Geldersparnis

Wenn das Ziel Ihres Kurses darin bestand, Zeit und Geld zu sparen, sollten Sie messen, ob die Tipps und Techniken für effizienteres Arbeiten tatsächlich Zeit und Geld gespart haben.

So könnten Sie z. B. die Teilnehmenden auffordern, die Aufgabe, um die es im Kurs geht, vor dem Kurs einmal zu absolvieren, um einen Ausgangspunkt festzumachen. Lassen Sie sie dann die Aufgabe nach Abschluss der Schulung wiederholen. Vergleichen Sie die Ergebnisse vor und nach dem Kurs. Multiplizieren Sie dann die eingesparte Zeit mit dem Gegenwert dieser Zeit (z. B. dem Durchschnittsgehalt der Schulungskohorte), um zu bestimmen, wie viel Geld Ihr Kurs dem Unternehmen gespart hat.

Umsatzsteigerung

Nehmen wir an, Sie haben eine Verkaufsschulung durchgeführt mit dem Ziel, mehr Umsatz zu erzielen. Beginnen Sie damit, die durchschnittlichen Gesamtverkäufe pro Tag für die Angemeldeten auszurechnen. Lassen Sie sie dann den Kurs absolvieren. Rechnen Sie dann wieder die durchschnittlichen Gesamtverkäufe pro Tag aus und vergleichen Sie die Zahlen vor und nach dem Kurs.

Subtrahieren Sie die Werte vor dem Kurs von denen nach dem Kurs, um zu ermitteln, ob und wie stark der Umsatz gestiegen ist. Das kann ein Betrag oder ein Prozentsatz sein. Wenn die Zahl nicht so hoch ist, wie Sie das gerne hätten, sehen Sie sich die Kursberichte noch einmal an, um nach Möglichkeiten zu suchen, wie Sie das Material umarbeiten können. Dann führen Sie dieselben Vergleichsmessungen für eine neue Kohorte durch und vergleichen das Endergebnis mit dem der ersten Kursversion. Arbeiten Sie weiter an dem Kurs, bis das gewünschte Umsatzziel erreicht ist.

Mehr Sorgfalt und Qualität

In einigen Unternehmen liegt der Schwerpunkt von Schulungen auf einer Steigerung der Qualität und Sorgfalt bei der Arbeit. Wenn das auch ihr Ziel ist, wäre es sinnvoll zu messen, ob die durchschnittliche Fehlerrate nach der Kursteilnahme sinkt. 

Nehmen wir zum Beispiel an, dass an einem Fließband vor der Kursteilnahme durchschnittlich 15 Montagefehler pro Tag gemacht wurden. Jetzt erstellen Sie einen Kurs, der auf die Erhöhung der Sorgfalt abzielt. Messen Sie nach der Absolvierung die durchschnittliche Fehleranzahl und vergleichen Sie sie mit der Ausgangslage, um herauszufinden, ob der Kurs die gewünschte Wirkung hat.

Fazit

Die Zeiten, in denen wir Kurse rausgegeben und dann einfach gehofft haben, dass sie wirken, sind vorbei. Zum Glück ist es heute leicht an verlässliche Daten zu kommen, die uns helfen, fundierte Entscheidungen über die Effektivität der Kurse zu treffen. Der Clou ist, die Schulungsziele an den Geschäftszielen auszurichten. Dazu müssen auch die relevanten Kennzahlen ermittelt und und erfasst werden. Von Sorgfalt und Qualität über Umsatz bis hin zur Kundenzufriedenheit, je nach Ziel gibt es eine oder mehrere Kennzahlen, an denen sich ablesen lässt, ob die Teilnehmenden nach dem Kurs wirklich Fortschritte gemacht haben. 

Es ist nicht schlimm, wenn die Messungen beim ersten Versuch nicht beeindruckend sind. Die Daten können uns zu immer besseren Ergebnissen führen, wenn wir sie sorgfältig analysieren. 

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